Huchting

Fehlende Stadteilärzt*in in Huchting: Grüne machen Druck in der Bürgerschaft

Seit Sommer ist die Stelle der Stadtteilärztin bzw. des Stadtteilarztes in Huchting vakant, eine Nachfolgeregelung ist immer noch nicht in Sicht. Dabei ist die Stelle für die Kinder wichtig: Die Schuleingangsuntersuchungen gehören ebenso zu den Aufgaben von Stadteilärztinnen wie z.B. auch das Impfen und die Einladung der Kinder zu Vorsorgeuntersuchungen. Die Grünen-Fraktion macht das jetzt zum Thema im Parlament. Der Huchtinger Bürgerschaftsabgeordnete Björn Fecker (Grüne) hat für die kommende Bürgerschaftssitzung dazu eine Anfrage (s. PDF-Anhang) eingereicht. „Die Stelle muss besetzt werden. Unser Stadtteil braucht ein solch niedrigschwelliges Angebot. In Huchting müssen jedes Jahr hunderte Kinder auf ihre Schulfähigkeit hin untersucht werden. Die Gesundheitssenatorin ist in der Pflicht, zeitnah Abhilfe zu schaffen“, betont Björn Fecker. Der Grünen-Abgeordnete hatte bereits 2012 erfolgreich Druck im Parlament gemacht, nachdem schon damals eine längere Vakanz bei der Stadtteilärztin-Stelle bestand.
Angesichts des Fachkräftemangels im öffentlichen Gesundheitsdienst erwarten die Grünen bei der Lösungssuche auch ungewöhnliche Wege. „Um die Stelle attraktiv zu gestalten, muss über eine Verbeamtung ebenso nachgedacht werden wie über Ärzt*innen-Teams, die für zwei Stadtteile zuständig sind. Insbesondere der Einsatz in Stadtteilen in schwieriger sozialer Lage könnte so attraktiver werden“, erläutert Fecker.

Darüber hinaus erwarten die Grünen, dass die Gesundheitsbehörde bei ihrer Personalsteuerung die Stadtteile mit hohem Handlungsbedarf mehr in den Fokus nimmt. „Einen Stadtteil wie Huchting mit seinen Herausforderungen nicht umgehend mit einer Stadtteil*ärztin zu versorgen, ist für mich absolut unverständlich“, so Björn Fecker.

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